
Ministrantenausflug in die Vulkaneifel zur Glockengießerei – „Damit Gottes Stimme hörbar wird!“
Ferienzeit ist auch Erlebniszeit, so machten sich die Messdienerinnen & Messdiener St. Lucia am 14.08.2026 auf den Weg in die Vulkaneifel, um dort drei besondere Orte zu entdecken und in Gemeinschaft zu erleben.
Die Gruppe traf sich um 9 Uhr an der Kirche St. Mariä Himmelfahrt, von dort ging es in den kleinen Ort Wallenborn, der Rund 144 km von Stolberg entfernt liegt.
Vor Ort konnten wir ein spannendes Naturschauspiel beobachten, einen Kaltwasser-Geysir, der plötzlich, wie aus dem nichts, zu brodeln anfängt und dann 6 Minuten lang senkrecht 9°C kaltes Wasser in den Himmel schießt. Bei den Temperaturen waren die feinen Wassertröpfchen in der Luft eine nette Abkühlung für die Gruppe.
Nach Besichtigung der Ortskirche, die genauestens auf Laufwege, Kniekissen sowie Standorte von dem Altar, Tabernakel und Ambo von den Messdienern unter die Lupe genommen worden sind, fuhren wir weiter in das Glockengießereimuseum Mark in Brockscheid.
Hier bekamen wir eine großartige Führung durch die ehemalige Fabrikhalle, wo bis 2020 noch Glocken gegossen wurden. So konnten wir erfahren, wie Schitt für Schritt, die Glockenform gebaut wurde. Wie die Inschriften, Bittrufe oder Symbole später auf den Glocken sichtbar werden und dass eine Glocke mehrere Töne, als nur dem Schlagton erzeugt.
Doch am besten hat uns die Umsetzung und die Persönlichkeit dieser Führung gefallen: Der Herr vom Museum hat sich im Vorfeld mit unserer Pfarre beschäftigt und wusste genau, welche Glocken aus dieser Gießerei stammen. Es sind die beiden Glocken aus St. Sebastianus Atsch, die 1970 dort gegossen worden waren.
Um den Prozess besser nachvollziehen zu können, konstruierten wir während der Führung in der Theorie eine dritte Glocke, die sich in das bestehende Geläut einfügen würde. Die Messdiener hat es gefreut, ein tolles Gedankenexperiment. Nachdem wir die ein oder andere Glocke noch mit dem Hammer anschlagen durften und der letzte Ton verklungen war, fuhren wir noch zu einem nahegelegenen Maar.
Dort ließen wir den Tag und das Erlebte bei einem leckeren Picknick und kühlen Getränken ausklingen, spielten Karten und genossen die Gemeinschaft.
Es war ein toller Tag!
Nach einer kleinen Abschlussandacht, die nochmal einen Blick auf das Erlebte warf und am Vorabend das Hochfest Mariä Himmelfahrt einläutete, machten wir uns auf dem Weg zurück nach Stolberg. Denn nach dem Ausflug ist vor dem Dienst, der uns am Hochfestwochenende (Mariä-Himmelfahrt) voller Vorfreude erwartet.
Justin Gottfried