Die Missbrauchsskandale haben Kirche und Gesellschaft in mehrfacher Hinsicht erschüttert: An erster Stelle steht sicherlich die Aufgabe, den Opfern endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen!
Das Bistum versucht weiter die Aufarbeitung konsequent fortzusetzen - weiter Infos der Diözese finden Sie HIER!
Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie wir konkret vor Ort mit Tätern und Beschuldigten umgehen – gerade dann, wenn seitens der zivilen Rechtsprechung keine Verfahren mehr geführt werden, da der Beschuldigte z.B. bereits verstorben ist. Der Grat zwischen Stigmatisierung vermeintlicher Täter ohne gesicherte Erkenntnis auf der einen und Vertuschung auf der anderen Seite ist in der konkreten Realität leider sehr schmal.
Konkret: Wenn in Foto-/Bildgalerien von ehemaligen Seelsorgern mutmaßliche Täter einen defacto wertschätzenden Platz einnehmen, ist das für Opfer unerträglich! Um weder einzelne Priester zu stigmatisieren, deren Schuld nicht zweifelsfrei erwiesen ist, noch Betroffenen fortlaufend Leid anzutun, hat der Rat des Pastoralen Raumes sich nach kontroverser Diskussion dazu entschieden, ausnahmslos alle Porträts ehemaliger Seelsorger in Stolberg abzuhängen.
Auf diese Weise wird gleichzeitig mit der Aufgabe einer priesterzentrierte Wahrnehmung Raum für einen wertschätzenden Blick auf alle – auch ehrenamtlichen – Protagonisten in der pfarrlichen Arbeit geschaffen.
Weiter Informationen zur Arbeit des Betroffenenrates finden Sie HIER!