() (c) MSD

Mobile Soziale Dienste St. Johannes Baptist St. Lucia GmbH

Frau Schramke-Hausmann
Frau Linden
Frau von den Brincken

Die Mobilen Sozialen Dienste (MSD) sind ein wesentlicher Pfeiler der karitativ/diakonischen Arbeit in der Pfarrei St. Lucia. Am 01.04.2014 wurden die Mobilen Sozialen Dienste St. Lucia und die Mobilen Soziale Dienste Stolberg-Süd zur 'Mobile Soziale Dienste St. Johannes Baptist St. Lucia GmbH' zusammengeschlossen.

Die MSD haben zwei wesentliche Aufgaben:

  • Alten, kranken, pflegebedürftigen und/oder behinderten Menschen wird der Verbleib in ihrer bekannten häuslichen Umgebung ermöglicht. Hinzu kommt die Unterstützung, Beratung und Entlastung der Angehörigen.
  • 'Gleichzeitig bieten wir arbeitslosen Menschen die Möglichkeit, den Ein- und Wiedereinstieg ins Berufsleben zu finden. Wir orientieren uns in der täglichen Arbeit an christlich-humanistischen Wertevorstellungen.'

Was die MSD leisten

Sie helfen bei der Hausarbeit

  • beim Zubereiten von Mahlzeiten
  • beim Reinigen der Wohnung
  • bei der Wäschepflege
  • bei der Organisation des Haushaltes

Sie übernehmen Besorgungen

  • Einkäufe
  • Post
  • Arzt und Apotheke
  • Behördengänge

Sie helfen bei der Körperpflege

  • bei der täglichen Grundpflege
  • beim An- und Ausziehen
  • beim Waschen, Duschen, Baden

Sie bieten Betreuung

  • von Pflegebedürftigen
  • von Behinderten
  • von Demenzkranken

Sie begleiten

  • zum Arzt
  • zu Behörden

Die Mitarbeiterinnen der MSD

Bei der ambulanten Hilfe der Mobilen Sozialen Dienste handelt es sich um eine schwierige Arbeit, die hohe Ansprüche an jede Mitarbeiterin stellt. Es geht hier nicht nur um Versorgung der Menschen, sondern in der Regel auch um Beziehungsarbeit.

Die Mitarbeiterinnen müssen sich auf unterschiedliche Milieus und Lebensgewohnheiten alter Menschen einstellen und dabei deren Würde und Selbstbestimmung achten. Die Mitarbeiterinnen werden für ihren Einsatz intensiv vorbereitet. Sie werden fachlich eingeführt, begleitet und qualifiziert. Dafür ist eine regelmäßige Praxisanleitung, Supervision und Begleitung sowie eine fachliche Qualifizierung und Weiterbildung erforderlich. Die Qualifizierung vermittelt und ergänzt fachliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zur hauswirtschaftlichen, pflegerischen und psychosozialen Versorgung und Betreuung alter oder dementer Menschen erforderlich sind. Alle Mitarbeiterinnen verfügen über einen Schwesternhelferinnenausweis. Ein besonderer Schwerpunkt der ständigen Weiterbildung liegt im Bereich der Betreuung von Demenzerkrankten.

Die Mitarbeiterinnen sollen aufgrund persönlicher Einstellung und Haltung sowie der fachlichen Zurüstung in der Lage sein, jeder und jedem Einzelnen in ihrem/seinem sozialen Umfeld individuell Hilfestellung und Betreuung anbieten zu können.

35 Jahre Mobile Soziale Dienste der Pfarre St. Lucia

Mit 35 Mitarbeiter/innen gehen die Mobilen Sozialen Dienste im Februar 2020 in ihr 35. Jubiläumsjahr.

Als die Mobilen Sozialen Dienste im Jahr 2014 vom Caritasverband aufgegeben worden sind - wurde aus den Diensten mit Standort Stolberg Vicht und Stolberg Stadt - ein gemeinsamer Mobiler Sozialer Dienst aufgebaut, aufgrund der sonst arbeitslosen Mitarbeiter und dem vorhandenen Patientenbestand.  Zur Anpassung an gesellschaftliche und rechtliche Vorgaben - wurden Aufbauarbeiten geleistet.  

Ein Alleinstellungsmerkmal - wir haben Unterstützung vom Bischöflichen Generalvikariat im Bistum Aachen, Büro der Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land sowie dem Caritasverband für das Bistum Aachen e.V.

35-jähriges Jubiläum - Frau Petra von den Brincken Leiterin - Standort Stolberg

Täglich betreuen 18 Mitarbeiterinnen unter der Leitung von Frau von den Brincken mehr als 150 Menschen - Pflegebedürftige, Demenzkranke, Behinderte und Menschen in Notlagen. Das ist nicht alles. Eine alleinstehende Mutter hatte einen Bandscheibenvorfall, das Kind musste täglich zum Kindergarten gefahren werden - auch das machen wir, betont Frau Petra von den Brincken die Schwerpunkte "Mobil" und "Sozial" des Dienstes.

Vor 35 Jahren - am 01.02.1985 gründete die Pfarre St. Hermann Josef die Mobilen Sozialen Dienste. Die Idee Lebenshilfe für alte Menschen anzubieten und mit der Qualifizierung für zuvor arbeitslose Frauen zu verknüpfen, hat sich seitdem bewährt.

Die Mobilen Sozialen Dienste bieten jeder Mitarbeiterin eine Ausbildung zur Schwesternhelferin an. Durch viele Fortbildungen werden sie dann auf die Arbeit im ambulanten Pflegedienst weitergebildet. Damit wird eine sinnvolle Tätigkeit geboten und zugleich berufliche  Neuorientierung für die zuvor arbeitslosen Frauen, freut sich Frau von den  Brincken über eine weitere Besonderheit!

Ihre Mitarbeiterinnen bieten für ältere Kranke und behinderte Menschen eine Vielzahl von Hilfen, nicht nur im pflegerischen Bereich, sondern auch bei der Haushaltsführung und der allgemeinen Lebensführung: Behördengänge werden erledigt oder Patienten zu Arztbesuchen begleitet. Geholfen wird bei der täglichen Grundpflege und Hilfe beim Duschen, ebenso wie beim An- und Auskleiden. Auch Einkäufe erledigen die Mitarbeiterinnen, reinigen die Wohnung, bereiten auch Mahlzeiten zu. Unsere Dienste sind allumfassend: wir helfen genau mit dem, was gebraucht wird, betont Frau von den Brincken.  
 
Der in der Aachener Straße ansässige MSD unter der Leitung von Frau von den Brincken bietet seine Leistung schwerpunktmäßig im Stadtkern/Gemeinden der Stadt Stolberg an - ein weiterer Standort unter der Leitung von Frau Linden befindet sich im Ortsteil Stolberg Vicht. Die tägliche Arbeit ist ausgerichtet an christliche humanistische Wertevorstellungen. Wir nehmen uns gerne Zeit für ein Gespräch, unterstreicht Frau von den Brincken, denn das ist etwas, was oft zu kurz kommt, besonders bei älteren, alleinstehenden Menschen. 
 
Petra von den Brincken: "Lebensqualität macht sich für uns an vielen Dingen des täglichen Lebens fest. Das heißt: miteinander gestalten und planen - Zeit für "Begegnung und Nähe". Dieses ungewöhnliche Engagement nehmen die durch uns betreuten Menschen dankend an. Die Mitarbeiterinnen bekommen viel Anerkennung für ihre Arbeit, freut sich die Leiterin, Standort Stolberg über immer wiederkehrende positive Reaktionen! Ziel ist auch, die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung der betreuten Menschen zu erhalten und zu fördern.  Dadurch wird das Verbleiben in der eigenen Wohnung, also in der vertrauten Umgebung oftmals erst möglich. Das ist ein wichtiger Punkt! 
Die Mobilen Sozialen Dienste beraten und vermitteln bei Fragen zu weitergehenden Hilfen: fahrbarer Mittagstisch, Hausnotruf, Anträge Pflegeversicherung, Beratungseinsätze, Betreuungsleitungen und vieles mehr. 
 
Breit ist das Angebot - ebenso ist auch das Netzwerk der Mobilen Sozialen Dienste aufgestellt. Wir kooperieren mit Krankenhäusern, Sozialstationen, Ärzten, Stadtverwaltung Stadt Stolberg, Sozialdienst katholischer Frauen und Männer sowie gesetzlichen Betreuern.  
 
Das sieht gut aus - für viele weitere Jahre...