Heimbach-Bruderschaft Stolberg 1730

289. Wallfahrt

zur Schmerzhaften Mutter von Heimbach

am 18. Mai und 19.Mai  2019

"Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast" (Lk 1,38)

In diesem Jahr greifen wir als Leitgedanken unserer diesjährigen Wallfahrt nach Heimbach die Videobotschaft von Papst Franziskus an die Jugendlichen zum diesjährigen Weltjugendtag im Januar 2019 in Panama auf.

Marias Worte sind ein mutiges und großherziges "JA". Das Ja derer, die das Geheimnis der Berufung verstanden haben: Aus sich herausgehen und sich in den Dienst der Mitmenschen stellen. Unser Leben findet seinen Sinn nur im Dienst für Gott und den Nächsten. Es gibt viele junge Menschen, - gläubig oder nicht gläubig -, die am Ende eines Abschnitts in ihrer Ausbildung den Wunsch äußern, anderen zu helfen und etwas für die Notleidenden zu tun. Das ist die Stärke der jungen Menschen, die Stärke von euch allen, die diese Welt verändern kann; das ist die Revolution, die die "starken Mächte" dieser Welt besiegen kann: Die "Revolution" des Dienens. Sich in den Dienst des Nächsten zu stellen bedeutet nicht nur, zur Tat zu schreiten. Es heißt auch in einer Haltung des Hörens in Dialog mit Gott zu treten, wie Maria es getan hat. Sie hörte auf das, was der Engel ihr sagte, und dann antwortete sie. Wenn wir diese Beziehung mit Gott in der Stille des Herzens pflegen, erkennen wir unsere Identität und die Berufung, zu der Gott uns ruft. Diese kann sich in verschiedenen Formen ausdrücken: in der Ehe, im gottgeweihten Leben, im Priestertum.... All das sind Wege, Jesus nachzufolgen. Wichtig ist, herauszufinden, was der Herr von uns erwartet, und den Mut zu haben, "Ja" zu sagen. Maria war eine glückliche Frau. Denn sie war Gott gegenüber großherzig. Sie war offen für den Plan, den Gott für sie hatte. Wenn Gott uns etwas anbietet, will er, wie bei Maria, nicht unsere Träume auslöschen, sondern unsere Sehnsucht wecken; er will, dass unser Leben fruchtbar wird, viele Menschen zum Lächeln bringt und viele Herzen erfreut. Gott eine positive Antwort zu geben, ist der erste Schritt, um glücklich zu sein und viele Menschen glücklich zu machen.

Liebe junge Freunde, schreibt der Papst, habt den Mut, in euch zu gehen und Gott zu fragen: Was willst du von mir? Lasst zu, dass der Herr zu euch spricht und ihr werdet sehen, wie euer Leben sich verwandelt und von Freude erfüllt wird.

Was für junge Leute gilt, gilt auch für Ältere. Maria hat sich auf den Weg gemacht. Sie hat, wie wir bei unserer Wallfahrt, den Glauben unter die Füße genommen und ein Ja gesagt, das ihr ganzes Leben umspannt.

"Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du es gesagt hast". Trotz aller Unwägbarkeiten hat sie dieses Ja gesprochen. Selbst auf die Gefahr hin, dass ihr Verlobter Josef sie nicht verstehen konnte. Sie war immer mit Jesus. Bei der Hochzeit zu Kana erfuhr sie eine brüske Zurechtweisung von ihrem Sohn. "Frau, was willst du von mir? Meine Stunde ist noch nicht gekommen." Trotz allem vertraut sie ihrem Sohn und sagt zu den Dienern: "Was er euch sagt, das tut" (Joh 2,5). Später, als sich die Lebenssituation um Jesus immer mehr zuspitzte, wollte sie ihn, um ihn zu schützen, von seinem Tun abhalten. Sie sucht ihn mit leidenschaftlichen Herzen. Er aber sagt, nachdem ihm mitgeteilt wurde, dass seine Mutter und seine Brüder auf ihn warten: "Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?" Und er blickte auf die Menschen und sagte: "Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder, Schwester und Mutter" (Mk 3,31-35).

Und das Ganze endet scheinbar in einem Fiasko. Nur Maria und Johannes harren aus unter dem Kreuz. Alle anderen haben Fersengeld gegeben. Maria aber bleibt. Sie hält an Jesus fest in tiefster Bedrängnis und wird auch zu einer der Ersten, die seine Auferweckung bezeugen und sie in die Welt tragen. So wird Maria für uns zu einem Orientierungspunkt auf unserem Lebensweg.

Möge Maria uns auf unserem Pilgerweg begleiten und möge ihr Beispiel uns anspornen bei unserer Antwort auf seinen Ruf, mutig und großherzig zu sein.

Ihr Pastor Hans-Rolf Funken

289. Wallfahrt der Heimbach-Bruderschaft Stolberg

Zur diesjährigen Wallfahrt nach Heimbach möchte ich wieder alle Freunde und Verehrer der Schmerzhaften Mutter von Heimbach herzlich einladen, gleichgültig, ob Sie den Weg zu Fuß oder mit dem Bus bzw. mit dem PKW machen.

Gerne wollen wir die Tradition der Bruderschaft – jetzt zum 289. Mal – fortführen. Dabei vertraue ich auf Ihre Hilfe und Ihren tatkräftigen Einsatz auf unserem gemeinsamen Weg.

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder einen Katecheten unterstützen. Wir empfehlen Ihnen die Missio-Sammlung vor Germeter und danken herzlich für Ihre Spende.                          

Ihr Thomas Lang, Präfekt

Samstag 18. Mai

  5:00 Uhr Pilgermesse in der Kirche St. Lucia

  7:15 Uhr Bus-Abfahrt ab Alter Markt

16:00 Uhr Einzug, anschließend Andacht in Heimbach

18:00 Uhr Kreuzweg zur Abtei Maria Wald

Sonntag 19. Mai

  7:00 Uhr Bus-Abfahrt ab Alter Markt

  8:15 Uhr Pilgermesse in Heimbach

18:45 Uhr Ankunft der Prozession in Stolberg

                mit anschließender Dankandacht in St. Lucia

Omnibusfahrpreis: Erw. 10,- €, Teilstrecke 2,- €, Kinder jew. die Hälfte

Gepäckbeförderung: pro Gepäckstück 2,- €

Weitere Informationen bei Thomas Lang
Email: thomas25lang@googlemail.com

Samstag, 25. Mai 2019

19.00 Uhr Dankmesse in St. Sebastianus für die lebenden und verstorbenen Pilgerinnen und Pilger der Heimbach-Prozession