Fahrradwallfahrt nach Heimbach

Datum:
Do. 22. Feb. 2024
Von:
Justin Gottfried für das Präfektenteam der Heimbach-Bruderschaft

Heimbach-Fahrradwallfahrt am 05.07.2026

Am Sonntag, dem 05.07.2026, haben sich Pilgerinnen und Pilger aus Stolberg mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht, um in der Wallfahrtsoktav zur Schmerzhaften Mutter nach Heimbach zu pilgern.

Es war bereits das dritte Mal, dass wir von Stolberg aus mit dem Fahrrad nach Heimbach aufgebrochen sind. Damit hat die Fahrradwallfahrt gewissermaßen drei Phasen durchlaufen: 2024 war sie ein Experiment, 2025 eine Wiederholung – und 2026 ist sie bereits Tradition.

Begonnen haben wir den Tag um 9:30 Uhr mit einer Heiligen Messe in der Kirche St. Josef auf dem Donnerberg. Pfarrer Schneider stellte in dieser sonntäglichen Messfeier der Gemeinde zu Beginn, in der Predigt, in den Fürbitten und auch im Segen einen direkten Bezug zur anstehenden Fahrradwallfahrt her. An dieser Stelle gilt ihm ein herzliches Dankeschön für die würdevolle Feier als Auftakt unseres Pilgertages.

Nach dem Marienlied „Maria, breit den Mantel aus“ zogen die sieben Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus und sattelten ihre Räder. Kurz vor der Abfahrt folgte ein geistlicher Impuls des Präfektenteams, bevor wir uns bei einem angenehmen Sonne-Wolken-Wechsel auf die ersten Kilometer unserer Pilgerfahrt begaben.

In diesem Jahr führte uns die Route durch Wälder und Felder sowie vorbei an der Laufenburg und dem Schloss Merode.

Nach einer Mittagsrast in Üdingen, bei der wir unsere Energiespeicher wieder auffüllen konnten, zeigte sich immer wieder die Sonne. Die Pause nutzten wir für eine kurze Statio, bei der wir gemeinsam sangen, beteten und Fürbitte hielten. Anschließend führte uns der Weg weiter entlang der Rur. Über Untermaubach und Obermaubach ging es in Richtung Abenden. Dort fielen einige Regentropfen. Schnell wurden die Jacken angezogen – und ebenso schnell wieder ausgezogen, denn glücklicherweise blieb es bei wenigen Tropfen. Nachdem wir auch Blens und Hausen passiert hatten, führte uns der Weg an den Sportplätzen von Heimbach vorbei bis zur Wallfahrtskirche, die wir gegen 15:00 Uhr erreichten.

Vor dem Gnadenbild konnte jede und jeder seine persönlichen Bitten vor die Gottesmutter tragen und nach der anstrengenden Fahrt einen Moment der Stille und Andacht genießen. Außerdem bestand die Möglichkeit, in der St.-Clemens-Kirche Kerzen zu entzünden.

Gemeinsam ließ die Pilgergruppe den Nachmittag bei einem Stück Kuchen im Pilgercafé ausklingen, das die Heimbacher während der Wallfahrtsoktav mit viel Engagement betreiben.

Gegen 16:20 Uhr traten wir mit der Rurtalbahn, erfüllt von vielen schönen Eindrücken und bereichernden Begegnungen, die Heimreise an. Gegen 18:30 Uhr erreichten schließlich alle wohlbehalten wieder Stolberg.

Doch darf man sich eine Frage stellen: Ist Heimbach allein das Ziel – oder ist nicht bereits der Weg selbst ein Teil dieses Ziels?

Wallfahrt ist mehr als nur eine Reise zu einem heiligen Ort. Sie ist ein bewusstes Unterwegssein, bei dem der äußere Weg oft den inneren widerspiegelt. Wer sich auf eine Wallfahrt begibt, verlässt für eine Zeit den gewohnten Alltag, um Raum zu schaffen für Stille, Gebet, Nachdenken, Begegnung und den Blick für Gottes Schöpfung. Meter für Meter auf dem Fahrrad wächst die Bereitschaft, Sorgen loszulassen, Dankbarkeit zu empfinden und neue Hoffnung zu schöpfen. Das gleichmäßige Klicken der Ritzel wird zum Gebet, die Gemeinschaft zur Stärkung und das Ziel zum Sinnbild dessen, wonach jeder Mensch im Innersten sucht.

So wurde diese Wallfahrt zu einem Weg der Besinnung und Erneuerung. Sie verbindet Tradition mit persönlichen Erfahrungen, Gemeinschaft mit Stille sowie Anstrengung mit Freude. Der Weg wird zum Ziel – und oft bleibt am Ende eine neue Sicht auf das eigene Leben und den Glauben.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die sich gemeinsam auf den Weg gemacht und diesen besonderen Tag mit Leben gefüllt haben.

Das Präfektenteam der Heimbach-Bruderschaft-Stolberg

Sebastian Püttgen
Katharina Püttgen
Alexander Golinski
Justin Gottfried