Buße/Beichte

Beichte (c) pfarrbriefservice©Klaus Herzog

Eines der meist missverstandenen Sakramente ist das Sakrament der Beichte. Im neuen Katechismus der Katholischen Kirche ist es eingereiht als eines der Sakramente der Heilung, und Heilung ist es, was dieses Sakrament in der Tat bewirkt.

Dabei ist uns die Heilung im körperlichen Bereich, die wir auf Grund von Krankheit und Gebrechen suchen, ersichtlicher als unsere seelischen Wunden, die der Heilung bedürfen. Diese seelischen Wunden sind allerdings weitaus realer, schmerzhafter und unheilvoller, als wir gemeinhin annehmen, auch wenn wir ihre Auswirkungen oft nicht direkt wahrnehmen. Diese Wunden sind Zeichen der Störungen, groß und klein, die wir in unseren Beziehungen zu unseren Mitmenschen und zu Gott erleiden, selbst wenn diese von uns selbst verursacht wurden.

Jede Wunde im seelischen wie jede Erkrankung im physischen Bereich macht unser Leben schmerzhafter und schwerer. Gott wartet nur auf die Gelegenheit, diesen Schmerz in uns zu lindern und unsere Wunden zu heilen, und dies geschieht, wie nirgendwo anders, im Sakrament der Heiligen Beichte. 

In der Beichte können wir für unsere selbstverschuldeten Wunden Heilung und Hilfe finden. Wir haben Gelegenheit, uns von der Seele zu sprechen, was unser Gewissen anklagend bedrückt, und uns klärenden Rat zu holen durch den priesterlichen Beistand. Die entscheidenden Worte der Lossprechung im Namen Gottes sind Heilung und Befreiung, wie sie kein Menschenwort vermitteln könnte. In Dankbarkeit versprechen wir, unsere Seele heil zu halten, unsere Beziehungen zu den Mitmenschen zu heilen und in Gott ewiges Heil zu finden. 

In der Beichte geht es um nichts Anderes als Heilung, Heilung der Seele. Die Erkrankungen der Seele sind der eigentliche Grund; die Beichte ist das Heilmittel Gottes.